Die Engelsfackel des bundesweiten Kinder Lebens Lauf machte am Freitag, 17. Juli, Station vor dem Wiesbadener Rathaus. Die symbolische Übergabe sollte auf die Arbeit von Kinder und Jugendhospizen sowie auf die Lage von Kindern mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihren Familien aufmerksam machen. Die Stadt unterstützte die Aktion organisatorisch und in der Öffentlichkeit.
Aktion und Beteiligte
Veranstaltet wird die Kampagne vom Bundesverband Kinderhospiz. Vor Ort engagierten sich Mitarbeitende des Kinderhospizes Bärenherz, betroffene Familien und städtische Vertreter. Nach dem Halt in Wiesbaden übernahm Robert Michels vom Verein Mainlichtblick die Fackel und trägt sie weiter Richtung Frankfurt am Main.
Aussagen der Beteiligten
Oberbürgermeister Gert Uwe Mende betonte die Bedeutung der Hospizarbeit für betroffene Familien: „Die Arbeit der Kinder und Jugendhospize begleitet Familien in einer schwierigen Lebensphase und verdient Respekt und Anerkennung. Mit der Fackel setzen wir ein sichtbares Zeichen für Mitmenschlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Dr. Natalie Schwäger vom Bundesverband Kinderhospiz hob die überregionale Verbindung hervor, die die Aktion herstellen soll: „Die Engelsfackel steht für Hoffnung, Verbundenheit und die Sichtbarkeit der Kinderhospizarbeit. Kein betroffenes Kind und keine Familie soll ihren Weg allein gehen.“
Magdalene Schmitt, Geschäftsführerin des Hospizes Bärenherz, sagte, der Lauf mache oft Unsichtbares sichtbar: „Er zeigt die Lebenswirklichkeit von Kindern mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihren Familien. Ein starkes Netzwerk der Kinder und Jugendhospizarbeit gibt Familien Halt.“
Strecke und Ziele der Kampagne
Die bundesweite Kampagne des Bundesverbands Kinderhospiz läuft bis zum Welthospiztag am 11. Oktober in Rust. Start war am 16. April in Berlin. Auf einer Strecke von rund 7000 Kilometern macht die Engelsfackel an mehr als 130 Stationen Halt. Erstmals führt die Route auch nach Österreich, Luxemburg und in die Schweiz. Ziel der Aktion ist neben der öffentlichen Wahrnehmung die Stärkung lokaler Netzwerke und die Unterstützung von Familien in belastenden Lebenssituationen.
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