Donnerstag, 20.08.2026

Queeres Zentrum Wiesbaden bekommt 260 Quadratmeter im Haus Metzler der Walkmühle

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Das Queere Zentrum Wiesbaden zieht noch in diesem Jahr in neue Räume im Haus Metzler auf dem Gelände der Walkmühle. Bei einer Baustellenbegehung informierten sich Bürgermeisterin Christiane Hinninger, Vertreterinnen und Vertreter des Zentrums sowie die Eigentümerin WiBau über den Stand der Arbeiten. Die Räume sind laut Beteiligten nahezu fertiggestellt. Der Umzug ist für den 9. Oktober geplant und umfasst etwa 260 Quadratmeter; bislang arbeitet das Zentrum im Haus Esch auf dem gleichen Gelände.

Bauliche Arbeiten und Denkmalpflege

Die Eigentümerin WiBau und der Betreiber berichten, dass die Umbauphase trotz technischer und planungsbedingter Herausforderungen zu einer dauerhaften Lösung geführt habe, die den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht werde und gleichzeitig die Nutzungsbedürfnisse des Zentrums berücksichtige. WiBau Geschäftsführer Christoph Golla betonte, dass es gelungen sei, eine langfristige und tragfähige Lösung zu realisieren, die beide Seiten berücksichtige.

Angebote und Zielgruppen des Zentrums

Das Queere Zentrum Wiesbaden besteht seit 2022. Es fungiert als Anlaufstelle, Beratungsstelle und Vernetzungsplattform für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, intergeschlechtliche und queere Menschen, kurz LSBT*IQ. Das Angebot umfasst niedrigschwellige Beratung in verschiedenen Lebenslagen, darunter Coming out Beratung, Trans und psychosoziale Beratung sowie Unterstützung für Angehörige und Menschen, die von Diskriminierung, Gewalt oder Hasskriminalität betroffen sind. Zudem schafft das Zentrum offene Treffpunkte und Gruppenformate für Begegnung und gegenseitige Unterstützung. Spezifische Angebote richten sich an Jugendliche und junge Erwachsene, an ältere Menschen, an Geflüchtete sowie an Angehörige.

Förderung, Kooperationen und Umzugsorganisation

Die Landeshauptstadt bezuschusst den Trägerverein Queeres Zentrum Wiesbaden e. V. im Rahmen der städtischen Förderrichtlinie bei Raummiete, Ausstattung und Betrieb. Thorsten Karl, Vorsitzender des Zentrums, sieht in den neuen Räumen die Möglichkeit, bestehende Angebote auszuweiten und die Zusammenarbeit mit anderen Initiativen zu vertiefen. Die offene und kreative Atmosphäre der Walkmühle passe gut zur Arbeit des Zentrums, so Karl.

Die WiBau begleitet den Standortwechsel organisatorisch und bringt sich nach eigenen Angaben zudem im Rahmen des Programms Wiesbaden engagiert aktiv ein, um den Start am neuen Standort zu erleichtern.

Bürgermeisterin Christiane Hinninger verwies auf die Bedeutung des Umzugs für die Sichtbarkeit queeren Lebens in der Stadt. Mit dem Einzug in die Walkmühle setze die Stadt ein Zeichen und verbessere die Arbeitsbedingungen des Zentrums, sagte sie. Das Haus Metzler soll damit langfristig Raum für Begegnung, Beratung und gemeinschaftliches Engagement bieten.

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