Auf der Gamescom in Köln kündigte die Forschungsministerin Dorothee Bär eine bahnbrechende Initiative an, um den Spielestandort Deutschland zu stärken. Die geplante Förderung in Millionenhöhe wird dazu beitragen, die Games-Branche im Land zu unterstützen und wettbewerbsfähiger zu machen.
Die Entscheidung, ab 2026 jährlich 125 Millionen Euro für die Spieleförderung im Bundeshaushalt bereitzustellen, markiert einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der deutschen Games-Industrie. Bär reagierte damit auf die bestehenden Herausforderungen, denen die Branche gegenübersteht, darunter ein Kostennachteil von 30% im Vergleich zu anderen Ländern.
Mit rund 12.000 Arbeitsplätzen und einem Umsatz von 9,4 Milliarden Euro spielt die deutsche Games-Branche eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft. Dennoch war bisherige Förderung unzureichend und Digitalkonzerne profitierten stärker als die heimischen Studios. Die Sorge, dass deutsche Games-Millionen ins Ausland abfließen könnten, ist weit verbreitet.
Eine weitere Herausforderung besteht in der ungleichen Verteilung von Fördergeldern in den Bundesländern, wodurch es an manchen Stellen an angemessener Unterstützung mangelt. Die Erwartungen an die neue Games-Ministerin sind hoch, da sie die Branche nachhaltig fördern und stärken soll, um die internationale Konkurrenz besser zu bewältigen.