Der TÜV-Verband schlägt Alarm angesichts des drastischen Anstiegs von Betrugsfällen bei der Führerscheinprüfung. Laut aktuellen Daten kam es im ersten Halbjahr 2025 zu 2.193 Täuschungsversuchen, während im Gesamtjahr 2024 fast 4.200 unerlaubte Tricks registriert wurden. Dies entspricht einem Anstieg um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr und sogar fast 50 Prozent im Vergleich zu 2020.
Besonders besorgniserregend ist, dass in Berlin statistisch gesehen täglich mindestens ein Täuschungsversuch aufgedeckt wird. Die Betrugsformen reichen von Technikbetrug bis hin zu Identitätsbetrug, die zusammen mehr als die Hälfte aller Täuschungsversuche ausmachen.
Fahrschüler greifen zu immer raffinierteren Methoden wie Kameras, Kopfhörern und Doppelgängern, um die Prüfung zu bestehen. Der TÜV warnt eindringlich vor den Konsequenzen des Betrugs für die Verkehrssicherheit und bemängelt die unzureichende Bestrafung von Täuschungsversuchen.
Ein aktueller Fall von groß angelegtem Führerscheinbetrug wird derzeit vor dem Landgericht Kassel verhandelt, was die strukturelle Professionalität und das Ausmaß illegaler Machenschaften verdeutlicht. Die Stellungnahme des TÜV-Verbands verdeutlicht die Dringlichkeit, dem Führerscheinbetrug entschieden entgegenzutreten, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.